Kurzgefasst: Dokumentarisches Theater

Hintergrund:

  • Ursprung in Deutschland  um 1920, damals politisches Theater (Erwin Piscator)
  • Durchbruch um 1963 mit Rolf Hochhuths “Der Stellvertreter”

Merkmale:

  • Behandelt historische sowie aktuelle politische und soziale Ereignisse
  • Authentisches Material wie Protokolle, Konzentration auf das Wesentliche (Selten Bühnenbilder, Individuen werden verallgemeinert)
  • Beobachtet und analysiert Hintergründe, Verstrickungen und Verhaltensweisen sehr genau und vereinfacht diese
  • Ist Mittel des Protests (kritisiert, kontrolliert und ergreift Partei)
  • lnstrument politischer Meinungsbildung, bleibt jedoch Kunstprodukt
  • Kann auch Musik, Monologe oder Rückblicke enthalten

Intention:

  • Durch die Übermacht des authentischen Geschichtsmaterials wird versucht, dass Publikum zu einer Auseinandersetzung mit dem Gezeigten zu bringen. So können tabuisierte oder verdrängte Themen mit Hilfe des Dokumentartheaters Diskussionen anregen.

Lektüre:
Exempel für das Dokumentarische Theater

[Gesamt:4    Durchschnitt: 5/5]

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