Cover in MP3-Datei einfügen

Die ID3v2-Tags (Speicherbereich für die Informationen wie z.B. Interpret, Album und Titel) unterstützen das Hinzufügen von Albumcovern in die MP3-Dateien – aber wieso ist dies riskant?

Eine MP3-Datei ist ungefähr wie folgt aufgebaut: ID3-Tags | Header | Data
Im Gegensatz zu den v1-Tags besitzt ein v2-Tag einen so genannten ‚Puffer‘ für überlange Titelinformationen. Dieser wurde eingeführt, da die Möglichkeit des Hinzufügens von langen Albuminformationen nicht gegeben war.

In die ID3v2-Tags kann neben dem Albumcover auch noch ein Liedtext für Karaoke-Fans hinzugefügt werden.
Sind diese Daten – ein Albumcover mag schonmal 200 Kilobyte groß sein – zu groß, wird bei einigen Programmen einfach so lange ‚weitergeschrieben‘, bis die Bilddatei vollständig eingefügt ist. Oft wird dabei jedoch mehr Speicherplatz benötigt, als der Puffer hergibt; dies ist meistens der Fall. Wie gesagt schreiben die Programme einfach weiter und ‚kratzen‘ dabei gerne mal den Headerbereich der MP3-Datei an. Jeder gute Player sollte damit aber klarkommen. Kritisch wird es erst, wenn der eigentliche MP3-Bereich beschrieben wird. Dann ist die Datei komplett hinüber und lässt sich auch nicht wiederherstellen.

Nützlich sind also nur Programme, die den Header- und Datenbereich vorher sichern und nach dem Einfügen des Bildes wieder an die Tags anhängen – ein Tool, das dieses tut, ist mir jedoch nicht bekannt. Am Besten fügt man das Cover gleich beim Rippen in die Datei ein, denn dann kann nichts überschrieben werden. Das unterstützen eigentlich fast alle Player mit Ripping-Funktion.

Grundsätzlich rate ich vom Einfügen von Albumcovern in MP3s ab. Wer in der Ordneransicht aus visuellen Gründen trotzdem ein Bild für das Album angezeigt bekommen möchte, und Windows (ab XP) benutzt, benennt die Datei mit dem Cover einfach in ‚folder.jpg‘ um. Danach sollte in der Ordneransicht das Cover als Ordner-‚Icon‘ angezeigt werden.

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