1&1 sperrt Rapidshare.com-Server

Jetzt geht dieses dreiste Unternehmen doch wirklich schon soweit und blockt mir sämtliche Verbindungen zu den Rapidshare.com-Farmen.

Okay, ich hatte diesen Monat vielleicht etwas mehr Traffic als sonst, aber wozu habe ich eine Flatrate?! Anscheinend greift diese Firma wieder etwas stärker durch wenn man denen nicht passt. Meine Bandbreite wurde zudem auch schon runtergeschraubt. Auf eine nette E-Mail an Herrn D’Avis kam natürlich erstmal wieder eine Standard-Mail zurück. Als Begründung für die Limitierung meiner Leitung nannte mir später eine äußerst kompetente Callcenter-Mitarbeiterin, dass der DSLAM (Grauer Kasten am Straßenrand) plötzlich überlastet sei. So urplötzlich überlastet? Über ein Jahr lang konnte ich mit fast voller DSL-16000er Bandbreite surfen, warum also nun nichtmehr?
Für mich ist die Antwort ganz einfach: Ich mache denen mit dem Traffic zu große Kosten, denn an meiner Leitung oder an meinem DSLAM kann es nicht liegen, meine gute alte Fritz!Box zeigt mir keine Veränderungen an den Leitungswerten an. Meine Leitung schafft laut der weiterhin 15400 kBit/s – und ich bekomme nur noch 11300. Merkwürdig.

Da mein DSLAM auch einen Kumpel 500-Meter entfernt versorgt, fragte ich doch gleich bei ihm mal nach. Er hatte keinerlei Veränderung, ist aber auch Kunde der T-Com.

Irgendwie hoffe ich ja, dass bald ein netter Brief von denen kommt, der mir das verlockende Angebot macht, 100 € zu kassieren und den Vetrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen und den Anbieter zu wechseln. Aber wer weiß, ob sie diese Technik Kosten einzusparen noch nutzen. Nach dieser Aktion mit mir traue ich denen alles zu.

Achja… Begründung für Rapidshare-Block ist, diese hätten anscheinend Serverprobleme, die nicht in den Aufgabenbereich von 1&1 fallen. Wo anders läuft es aber. Nur bei mir nicht.

Neues Frankreich-Gesetz gegen illegale Downloads

Ab Jahresbeginn gibt es  in Frankreich ein neues Gesetz, das so genannte HADOPI-Gesetz.

Nach langem Kämpfen der Bevölkerung gegen dieses Gesetz setzt der französische Staatspräsident Sarkozy auf vielfachem Wunsch der Musik- und Filmindustrie dennoch durch. Wer ab jetzt Uhrheberrechte verletzt, und dies entdeckt wird, bekommt eine nette E-Mail vom Staat. Nach dem zweiten Vergehen kommt dann gleich ein Brief nach Hause geflattert, der darauf hinweist, dass nach der dritten Verletzung der neuen Regelung ein Gerichtsverfahren gestartet wird.
Das Gericht entscheidet dann, ob der Internetanschluss gesperrt, bzw. ‘weggenommen’ wird, oder nicht.

Die französische Regierung schätzt, dass nach der Warnungs-Mail bereits zwei Drittel der Downloader ihre illegalen Aktivitäten einstellen werden. Nach dem Brief über 95%.
Vermutlich wird es in den nächsten Monaten einen großen Zuwachs bei den P2P-Netzen geben, denn diese lassen sich nicht so gut kontrollieren wie Downloadseiten.

Die Downloader in Deutschland können jetzt nur noch hoffen, dass ein solches Gesetz nicht in naher Zukunft in ihrem Land in Kraft tritt, was früher oder später sowieso passieren wird.